|
Der Kunstfreie Raum
Mit dieser Installation erklärt der Künstler
einen willkürlich bestimmten Raum auf Ewig oder für eine begrenzte Zeit
zur kunstfreien Zone. Das bedeutet, daß ein Gemälde, das sich in dem kunstfreien
Raum befindet kein Gemälde mehr ist, sondern nur noch Farbe auf einem Untergrund.
Eine Arie gesungen in diesem Raum, ist nur noch ein akustischer Vorgang.
2007 im Kulturzentrum Messestadt kombiniert
mit der Installation
„Die Täuschung“
Kombiniert mit der Installation
„Der kunstfreie Raum“ werden in dieser Installation Bilder
auf eine unbekleidete Schaufensterpuppe projiziert.
Täglich werden wir getäuscht! Getäuscht von
heute meist auf digitaler Grundlage reproduzierten optischen und akustischen
Eindrücken, die uns besonders über die Medien (Fernsehen, Computer, Internet,
second life, MP3-Player, Handys, DVDs, …) erreichen. Und wenn man zusätzlich
den Massagegürtel gerade um hat, der im Free-TV beworben wird, während einem
das kühle Lemmon-Biergemisch vor der Glotze doch eigentlich schon längst
eine „kühle Blonde“ hätte liefern müssen, ist man sogar körperlich involviert,
von den psychisch-somatischen Reaktionen auf diese Scheinwelten mal ganz
abgesehen. Also ist es Zeit geworden, den Spieß umzudrehen.
Die Schaufensterpuppe
täuscht den ständig fließenden Bilderströmen der Scheinwelten die Anwesenheit
eines Menschen vor.
|